Vortrag: Kleine Schätze der Dunklen Jahrhunderte: Frühmittelalterlicher Schmuck aus Mödling

Freitag, 12. Februar 2027 um 18:00

Thonetschlössl - Museum Mödling, Josef-Deutsch-Platz 2, 2340, Mödling

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Vortrag von Benedict Seidl

Nach dem Fall des Weströmischen Reiches waren unterschiedliche Gruppen in Europa auf der Suche nach neuen Lebensräumen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Auch in Mödling lebten und starben Menschen verschiedener Gemeinschaften.

Gräber gotischer, langobardischer und awarischer Gesellschaften zeigen, wie sich Schmuck und deren Umgang sowie Zugang über 400 Jahre veränderte.

Im 5. und 6. Jh. finden sich silberne und vergoldete Fibeln mit Almandineinlagen sowie bunte Ketten aus Glas, Bernstein und anderen Materialien. Im 7. und 8. Jh. wurde der Schmuck deutlich homogener, zugleich trugen nun auch Männer häufiger Ohrringe oder Perlen.

Schmuck gibt aber nicht nur Einblicke in Trends, Gender und Identitäten. Im 6. Jh. reichten Handelsnetzwerke vom Baltikum bis ins östliche Mittelmeer, möglicherweise sogar bis in den Indopazifik. Später wurden Importe exklusiver, während lokale Produktionen aufblühten.