Das Programm spannt einen großen emotionalen Bogen – von jugendlicher Leidenschaft und dramatischer Erzählkraft bis hin zur reifen, tiefgründigen Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit, Abschied und Liebe.
Im ersten Teil stehen Balladen von Schumann im Mittelpunkt. Werke wie Die beiden Grenadiere, Der arme Peter oder Belsazar zeigen ihn als Meister psychologischer Verdichtung: Jede dieser musikalischen Erzählungen führt in eine eigene Welt zwischen Poesie, Drama und innerem Konflikt. Ergänzt wird dieser Teil durch Schumanns virtuose Klaviersonate g-Moll op. 22 – ein Werk voller Energie, Dringlichkeit und leidenschaftlicher Intensität.
Der zweite Teil ist Brahms gewidmet. Andante und Scherzo aus der Klaviersonate f-Moll op. 5 zeigen den jungen Brahms in seiner ganzen Kraft und Ausdruckstiefe. Den Abschluss bilden die Vier ernsten Gesänge op. 121, eines seiner persönlichsten und bewegendsten Werke. Diese in Wien entstandenen Lieder kreisen um die großen Fragen des menschlichen Lebens: Vergänglichkeit, Tod und die Kraft der Liebe.
Mit großer musikalischer Sensibilität und interpretatorischer Tiefe gestalten Elzbieta Mazur und Hartmut Schulz einen Abend, der die romantische Klangwelt in all ihrer Intensität erfahrbar macht – unmittelbar, berührend und zeitlos.