Rupert Bergmann, Bass-Bariton
Karl Strohriegl, Klarinette
Tzveta Dimitrova, Klavier
In Erinnerung an das Ende der Shoa vor mehr als 80 Jahren gestaltet der in Mödling lebende Sänger Rupert Bergmann zusammen mit der Pianistin Tzevta Dimitrova ein Programm, dem der Klarinettist Karl Strohriegl mit seinem Instrument einen speziellen jüdischen Klang verleiht.
„Wie ein vergessenes Lied...“ heißt es in einem der Gedichte, dass der Komponist Alexander Kukelka mit Lyrik jüdischer Autoren aus der Zeit vertont hat. Dem Vergessen entgegenzuwirken soll dieser Abend dienen, mit Werken von Ernst Křenek, der dem '*großen Unheil'*, der Shoa שואהentfliehen konnte und in den 1980er Jahren einige Zeit in Mödling verbrachte. Der Liedzyklus „Mauthausen“ des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Solostücke für Klarinette und die Rezitation des „Shma Israel - Höre Israel“ nach Arnold Schönbergs op.46 ergänzen den Abend.
Seit vielen Jahren führt Rupert Bergmann Werke der Zeit und von Shoa-Opfern wie Viktor Ullmann auf, u.a. auch im Mödlinger Stadttheater. Das für September 2025 geplante Konzert musste krankheitshalber verschoben werden, die Erinnerung an die Opfer aber ist zeitlos, das verleiht dem Programm auch in diesem Jahr Sinn und Bedeutung.